VerpackungPlus / Fachwissen
Kartonagen & Schachteln.
Passend auswählen.
Die richtige Größe, eine geeignete Wellpappqualität und eine Bauform, die zu Ihrem Packplatz passt: So wird aus einem Karton eine durchdachte Verpackung. Hier finden Sie Orientierung für Versand, Lagerung und Präsentation.
Die erste Entscheidung
Nicht einfach dicker. Sondern passend.
Wellenanzahl, Format und Verpackungsaufbau gemeinsam betrachten. Die folgende Einordnung ist eine Auswahlhilfe, keine Traglasttabelle.
| Ausführung | Erster Einsatzgedanke | Besonders beachten | Mehr erfahren |
|---|---|---|---|
| Einwellig | Kompakte, leichtere und ausreichend unempfindliche Inhalte. | Passende Papierqualität, Innenpolsterung und Transportbeanspruchung. | Einwellige Kartons → |
| Zweiwellig | Höhere Anforderungen durch Gewicht, Empfindlichkeit oder Stapelbelastung. | Auch eine leichte, zerbrechliche Ware kann eine robustere Verpackung benötigen. | Zweiwellige Kartons → |
| Dreiwellig | Anspruchsvolle Industrie-, Schwerlast- und größere Versandlösungen. | Boden, Lastverteilung, Verschluss und gegebenenfalls Palette mitplanen. | Dreiwellige Kartons → |
Eine Wellenbahn
Einwellig: Für passende, leichtere Inhalte.
Einwellige Wellpappe besteht aus einer gewellten Papierbahn zwischen zwei glatten Bahnen. Die Welle schafft Abstand zwischen den Decklagen; zusammen bilden sie die Kartonwand.[1]
Diese Ausführung ist ein sinnvoller Ausgangspunkt für leichte, kompakte Ware. Ein kleiner Artikel in einem gut abgestimmten Karton stellt andere Anforderungen als derselbe Artikel in einer viel größeren Verpackung.
- Mit Format, Produktgewicht und Empfindlichkeit beginnen.
- Notwendige Polsterung einplanen, ohne unnötig groß zu verpacken.
- Qualitätsangabe am Artikel prüfen, nicht nur „einwellig“ lesen.
In der Kategorie eine einwellige Qualität auswählen. Der Link ist nicht vorgefiltert.

Zwei Wellenbahnen
Zweiwellig: Wenn mehr gefordert ist.
Zwei gewellte Bahnen und drei glatte Papierbahnen bilden die zweiwellige Wellpappe. Kombinationen wie BC oder EB verbinden unterschiedliche Wellenprofile.[2]
Prüfen Sie diese Ausführung insbesondere bei schwereren Produkten, empfindlichen Inhalten, größeren Formaten oder erhöhter Stapelbelastung. Ein zweiter Wellenverbund ersetzt aber weder eine tragfähige Innenverpackung noch einen sicheren Bodenverschluss.
- Schwere Teile so verpacken, dass sie nicht im Karton wandern.
- Konzentrierte Lasten und scharfe Kanten gesondert absichern.
- Bei Lagerung auf Paletten die Last der darüberliegenden Kartons berücksichtigen.
Der Link öffnet die Faltkarton-Kategorie ohne vorgewählten Filter.

Drei Wellenbahnen
Dreiwellig: Den gesamten Aufbau planen.
Dreiwellige Wellpappe verbindet drei gewellte mit vier glatten Papierbahnen. Sie kommt für besonders anspruchsvolle Verpackungsaufgaben infrage, etwa im Industrie- oder Schwergutbereich.[3]
Entscheidend ist, wie die Ware innerhalb der Verpackung getragen und fixiert wird. Eine hohe Materialfestigkeit der Seitenwand macht aus einem normalen Faltboden nicht automatisch eine geeignete Aufnahme für jede schwere Maschine.
- Boden und Lastverteilung ebenso prüfen wie die Seitenwände.
- Bei Bedarf Palette, Unterkonstruktion, Einlagen und Umreifung vorsehen.
- Für empfindliche Industrieprodukte einen geeigneten Verpackungstest einplanen.

Artikelbezeichnungen lesen
Was bedeutet beispielsweise 2.30 BC?
Drei Angaben helfen bei der Orientierung. Keine davon ersetzt die Prüfung der fertigen Verpackung.
Die Ausführung
Bei dieser Artikelbezeichnung steht die erste Ziffer für zweiwellige Wellpappe. Entsprechend finden Sie im Sortiment auch Angaben für ein- und dreiwellige Ausführungen.
Die Sortenbezeichnung
Diese Angabe bezeichnet eine Qualitätsstufe – nicht 30 kg Tragkraft. Wellpappensorten werden anhand definierter Festigkeitswerte unterschieden.[4]
Die Wellenkombination
B bezeichnet eine Feinwelle, C eine Mittelwelle. E steht für eine feinere Mikrowelle. Kombinationen beschreiben den Aufbau, nicht allein die Belastbarkeit.[5]
Braun oder weiß: Die Farbe ist keine Traglastangabe. Wählen Sie nach gewünschter Optik und konkreter Qualität – ein weißer Karton ist nicht allein deshalb stabiler oder schwächer als ein brauner.
Dicker ist nicht automatisch besser.
Die Wellenhöhe ist nur ein Merkmal. Eine zweckmäßige Kombination aus Papier, Wellenprofil und Konstruktion ist wichtiger als die reine Wanddicke.
Vom Packgut zum Innenraum
Innenmaß und Außenmaß auseinanderhalten.
Für das Produkt zählt der nutzbare Innenraum. Für Versand, Lagerplatz und Palettenbelegung sind die fertigen Außenabmessungen wichtig.
Länge × Breite × Höhe
Üblich ist die Angabe in Millimetern. Beim klassischen Faltkarton beziehen sich Länge und Breite auf die Öffnung; die Höhe verläuft vom Boden bis zum oberen Rand. Die Maßangaben und Skizzen des konkreten Artikels haben Vorrang.[6]
Innenmaß: Passt der Inhalt?
Nicht nur die nackte Ware messen. Polster, Einlagen, Beutel und notwendiger Spielraum gehören dazu. Auch mehrere Produkte müssen in ihrer vorgesehenen Anordnung Platz finden.
Außenmaß: Passt die Sendung?
Wandaufbau, Faltungen und Verschluss vergrößern das fertige Packstück. Versandgrenzen immer am geschlossenen Paket prüfen – nicht aus dem Innenmaß ableiten.
Ein eigenes, vereinfachtes Maßbeispiel
Ein Produkt misst 300 × 200 × 100 mm. Angenommen, die ausgewählte Polsterlösung benötigt rundum jeweils 30 mm Platz:
Der rechnerische Innenraum beträgt damit 360 × 260 × 160 mm, bevor gegebenenfalls zusätzlicher Handhabungs- oder Toleranzspielraum berücksichtigt wird. Die angenommenen 30 mm sind keine allgemeine Polsterempfehlung; die notwendige Dicke ergibt sich aus Ware und Schutzmaterial.
Bei höhenvariablen Kartons die vorgesehenen Rillungen und die verbleibende Verschlussgeometrie beachten. Ein willkürzlich gekürzter Karton ist nicht automatisch gleichwertig.
Nicht jeder Deckel funktioniert gleich
Die Bauform soll zum Packablauf passen.
Die Wellenqualität beschreibt das Material. Die Bauform bestimmt, wie aufgerichtet, befüllt, geschlossen und wieder geöffnet wird.
Klassischer Faltkarton
Eine zusammengefügte Hülse mit Boden- und Deckelklappen, platzsparend flach gelagert. Beim Packen werden die Klappen geschlossen und passend gesichert.
FEFCO: Die Form beschreiben
Der FEFCO-Code ordnet Verpackungskonstruktionen international ein. Ein gleicher Formcode bedeutet aber nicht automatisch gleiches Material, gleiche Maße oder gleiche Belastbarkeit.[6]
Was spart am Packplatz Zeit?
Vergleichen Sie Aufrichten, Befüllen, Polstern und Verschließen als ganzen Vorgang. Ein etwas anderer Karton kann einen Arbeitsschritt vermeiden, ohne dass eine Sonderanfertigung nötig wird.
Zwei Wege zum Inhalt
Stülpdeckel oder Klappdeckel?
Stülpdeckelkarton: Deckel separat.
Unterteil und Deckel sind getrennt. Das ist praktisch, wenn der Inhalt großflächig eingelegt, sortiert oder wiederholt entnommen werden soll. Ob der Deckel ganz oder nur teilweise übergreift und ob das Format variabel nutzbar ist, hängt von der Konstruktion ab.[11]
Klappschachtel: Deckel bleibt verbunden.
Der Deckel ist Teil der Schachtel. Laschen und Seitenfaltungen bilden den Verschluss. Das kann für kompakte Waren, Sets oder ein geordnetes Auspacken sinnvoll sein.[12]

Separater Stülpdeckel

Verbundener Klappdeckel
Aufrichten und verschließen
Schnell aufgebaut. Sauber geschlossen.
Bei Blitzboden- beziehungsweise Automatikbodenkartons ist der Boden so vorbereitet, dass er sich beim Aufrichten entfaltet. Das unterscheidet sich vom einfachen Faltkarton, dessen Bodenklappen separat geschlossen werden.[13]
- Vor dem Befüllen prüfen, ob der Boden vollständig aufgerichtet ist.
- Haftstreifen und Aufreißhilfe sind Ausstattungsmerkmale, nicht bei jeder Bauform automatisch vorhanden.
- Für Rücksendungen bei Bedarf eine geeignete zweite Verschlussmöglichkeit auswählen.

Kleine und flache Sendungen
So flach wie möglich. So schützend wie nötig.
Für flache Produkte kann eine passende flache Schachtel zweckmäßiger sein als ein hoher Faltkarton mit viel Hohlraum. Maxibriefkartons, Klappschachteln und passende Versandverpackungen decken unterschiedliche Formate ab.[14]
Wichtig sind die nutzbare Füllhöhe, der Kantenschutz und der geschlossene Verschluss. Bei Büchern, Mustern und Drucksachen verhindern eine passende Fixierung und ein geeigneter Verpackungsaufbau, dass Ecken ungeschützt bleiben.

Produktverpackung und Präsentation
Eine Schachtel ist nicht immer ein Versandkarton.
Vollpappe hat keine gewellte Zwischenlage. Kleine Falt- und Etuischachteln eignen sich beispielsweise als Produktverpackung für Proben, Werbeartikel oder kompakte Sets.[15]
Ihre Aufgabe ist häufig das geordnete Verpacken und Präsentieren. Für den Versand kann eine zusätzliche Außenverpackung nötig sein. Das gilt ebenso für viele Geschenkkartons.
- Produkt gegen Reiben und Verrutschen absichern.
- Bei empfindlichen Oberflächen eine geeignete weiche Kontaktlage wählen.
- Präsentation und Transportschutz getrennt planen und anschließend kombinieren.

Besondere Inhalte
Wenn die Aufgabe über einen leeren Karton hinausgeht.
Empfindliche Oberflächen, Elektronik oder besondere Transportanforderungen brauchen mehr als die passende Kistengröße.
Empfindliche Teile
Schaumverpackungen und Konstruktivverpackungen kombinieren die Außenverpackung mit einer vorgesehenen Innenlösung. Nutzraum, Form, Gewicht und Kontaktflächen müssen zum Produkt passen.
Elektronik und ESD
Bei elektrostatisch empfindlichen Bauteilen genügt mechanischer Schutz allein nicht. Die ESD-Eigenschaften der gesamten Verpackung prüfen; ein normaler brauner Karton ist nicht automatisch eine ESD-Schutzverpackung.
Gefahrgut
Hier nicht nur nach Wellenanzahl bestellen. Lassen Sie die benötigte Verpackung mit den geltenden Anforderungen, dem vorgesehenen Inhalt und den zugehörigen Verpackungsanweisungen abgleichen.
Diese Übersicht ersetzt keine technische Freigabe oder Prüfung besonderer Versandanforderungen.
Außenkarton und Einlage
Flaschen brauchen ein abgestimmtes System.
Bei einem Flaschenversandsystem werden Karton und Innenverpackung aufeinander abgestimmt. Prüfen Sie Flaschenanzahl, Form, Höhe und Durchmesser sowie die vorgesehene Einlage.[17]
- Einlagen vollständig und in der vorgesehenen Anordnung einsetzen.
- Glaskontakt zwischen den Flaschen und zur Kartonwand vermeiden.
- Artikel mit Prüf- oder Zulassungsangaben nur im dafür beschriebenen Aufbau verwenden.

Größere Einheiten
Palette, Karton und Last zusammen denken.
Euroboxen, Modulboxen und Paletten-Container helfen, größere Einheiten zu organisieren. Für die Belegung einer Palette zählen die Außenmaße der befüllten Verpackung und die vorgesehene Anordnung.[16]
Die Verpackung soll ausreichend aufstehen. Überstände, ungleichmäßige Lasten und instabile Stapel vermeiden. Bei Sammelbehältern auch die Fixierung der einzelnen Inhalte prüfen.

Vom flachen Zuschnitt zum Versand
In sechs Schritten zum fertigen Packstück.
Legen Sie einen einfachen Packablauf fest, den alle Mitarbeitenden wiederholbar umsetzen können.
- Ware und Anforderungen erfassen.Packmaß, Gewicht, Empfindlichkeit, Anzahl der Teile und Transportweg festlegen. Sonderanforderungen vor der Kartonauswahl klären.
- Karton prüfen und aufrichten.Saubere, trockene und unbeschädigte Kartonage verwenden. Faltungen korrekt aufstellen; vorbereitete Böden vollständig entfalten.
- Boden passend sichern.Beim Faltkarton den Boden der Belastung entsprechend verschließen. Vorgesehene Laschen- oder Automatikverschlüsse nach Anleitung einsetzen.
- Ware schützen und fixieren.Polster unten, seitlich und oben passend vorsehen. Einzelteile voneinander trennen und Bewegungsraum begrenzen, ohne empfindliche Ware zu quetschen.
- Verschließen und kennzeichnen.Deckel ohne unzulässiges Ausbeulen schließen. Geeignetes Klebeband beziehungsweise den vorgesehenen Haftverschluss nutzen. Etiketten lesbar aufbringen.
- Das Ergebnis kontrollieren.Fertige Außenmaße, Gesamtgewicht, Verschluss und Handhabung prüfen. Bei neuen oder kritischen Verpackungen einen geeigneten Test vor dem Serieneinsatz vorsehen.
Die grundlegenden Hinweise zu Außenverpackung, Innenpolsterung und Verschluss entsprechen auch den Verpackungsempfehlungen von DHL.[7]
Qualität bis zum Einsatz erhalten
Trocken lagern. Richtig stapeln.
Unbenutzte Kartonagen lagern
Flach und geschützt lagern, ohne die Zuschnitte zu knicken oder zu quetschen. Kontakt mit feuchten Böden, Spritzwasser und ungeschützter Witterung vermeiden.
Feuchtigkeitsschwankungen können die Eigenschaften von Wellpappe verändern. Nach einem deutlichen Klimawechsel vor der Verarbeitung die Materialkondition beachten.[9]
Befüllte Kartons stapeln
Auf eine stabile, ausreichend unterstützte Anordnung achten. Die unteren Kartons tragen die darüberliegenden Lasten – auch dann, wenn ihr eigener Inhalt leicht ist.
Stapeldauer, Luftfeuchtigkeit, Kartongeometrie und Transportbeanspruchung beeinflussen die notwendige Festigkeit. Eine pauschale Höhengrenze ersetzt keine Bewertung.[8]
Wirtschaftlich auswählen
Erst Standard prüfen. Dann individuell planen.
Eine Sonderanfertigung ist eine Möglichkeit – aber nicht automatisch der sinnvollste erste Schritt.
1. Vorhandene Formate nutzen
Prüfen Sie passende Standardmaße, alternative Bauformen und höhenvariable Ausführungen. Oft reicht eine andere Produktanordnung oder eine gezielte Einlage.
2. Den Gesamtaufwand ansehen
Kartonpreis, Polstermenge, Packzeit, Lagerplatz und Versandvolumen zusammen betrachten. Ein großer Einheitskarton für alle Produkte ist nicht zwangsläufig die einfachste Lösung.
3. Sonderlösung gezielt anfragen
Wenn Standard nicht passt, sind individuelle Maße, Innenkonstruktionen oder ein Aufdruck prüfenswert. Nennen Sie Produktdaten, Menge und Einsatzbedingungen; Mindestmengen und Werkzeugbedarf werden konkret geklärt.[18]
Typische Fehler vermeiden
Sechs Abkürzungen, die sich nicht lohnen.
- Nur nach Kilogramm entscheidenFormat, Empfindlichkeit, Lastverteilung und Stapelbeanspruchung bleiben sonst unberücksichtigt.
- Innenmaß mit Versandmaß verwechselnDie geschlossene Verpackung ist größer als ihr nutzbarer Innenraum. Am fertigen Packstück nachmessen.
- Zu klein für den notwendigen SchutzEin Produkt kann gerade hineinpassen und trotzdem keinen ausreichenden Platz für Polsterung haben.
- Zu groß aus GewohnheitUnnötiger Leerraum bedeutet zusätzliches Material und erschwert eine gezielte Fixierung.
- Produktverpackung als Versandkarton nutzenEin Etui oder Geschenkkarton erfüllt nicht automatisch die Anforderungen des Transportwegs.
- Boden und Verschluss unterschätzenDie Kartonwand allein hält keine gesamte Verpackung zusammen. Alle Verbindungen passend ausführen.
Direkt zur passenden Kategorie
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Kurz beantwortet
Häufige Fragen zu Kartonagen.
Die wichtigsten Punkte vor Auswahl und Bestellung.
Woran erkenne ich die passende Kartonqualität?
Beginnen Sie mit Produktmaßen, Gewicht, Empfindlichkeit und Versandweg. Danach wählen Sie Bauform, nutzbaren Innenraum und konkrete Wellpappqualität. Bei höheren Anforderungen sind weitere Angaben oder ein Verpackungstest sinnvoll.
Ist ein einwelliger Karton immer nur bis 5 kg geeignet?
Nein. Die Wellenanzahl allein liefert keine allgemeingültige Gewichtsgrenze. Ein kleines, robustes Produkt beansprucht seine Verpackung anders als eine große, empfindliche oder punktuell belastende Ware. Entscheidend ist der konkrete Verpackungsaufbau.
Bedeutet 2.30, dass der Karton 30 kg trägt?
Nein. Es handelt sich um eine Qualitätsbezeichnung, nicht um eine Kilogrammangabe. Die Eignung eines konkreten Kartons lässt sich daraus allein nicht ableiten.
Sind die angegebenen Maße Innen- oder Außenmaße?
Bei Kartonagen sind Innenmaße üblich. Prüfen Sie dennoch die Angabe und gegebenenfalls die Maßskizze des Artikels, besonders bei Spezialbauformen. Für Versandgrenzen zählt die fertig befüllte und geschlossene Außenverpackung.
Wie viel Platz muss ich für Polsterung lassen?
So viel, wie die geeignete Innenverpackung tatsächlich braucht. Ein fixer Abstand passt nicht zu allen Gewichten und Empfindlichkeiten. Das Maßbeispiel auf dieser Seite erklärt die Rechnung, nicht die notwendige Polsterdicke.
Braucht ein Blitzbodenkarton zusätzlich Klebeband?
Das hängt von Bauform, Belastung und vorgesehenem Verschluss ab. Ein vorbereiteter Boden und ein Haftstreifen am Deckel sind unterschiedliche Merkmale. Die Verarbeitungs- und Belastungshinweise des konkreten Artikels beachten.
Kann ich eine Geschenkschachtel direkt verschicken?
Nicht automatisch. Präsentverpackungen werden für einen anderen Zweck ausgewählt als Paketversandkartons. Prüfen Sie, ob eine passende Außenverpackung mit Polsterung nötig ist.
Wie hoch darf ich Kartons auf einer Palette stapeln?
Dafür gibt es keinen universellen Wert. Neben Material und Geometrie sind die Lasten darüber, die Stapelanordnung, die Lagerdauer und die Umgebungsbedingungen wichtig. Bei kritischen Anwendungen die Verpackung auslegen und prüfen lassen.
Sind Sondergrößen und bedruckte Kartons möglich?
Ja, solche Lösungen können angefragt werden. Wir prüfen zunächst, ob ein Standardartikel passt. Mengen, Konstruktion, Druck und gegebenenfalls Werkzeugkosten werden anhand der konkreten Anforderung geklärt.
Ist beim Paletten-Container die Palette enthalten?
Das muss in der Artikelbeschreibung beziehungsweise im Lieferumfang stehen. Ein Foto mit Palette dient häufig der Anwendungsdarstellung. Dasselbe gilt für Deckel, Einlagen und sonstiges Zubehör.
Fachwissen verbinden
Der passende Karton ist der Anfang.
Standard zuerst. Individuell, wenn nötig.
Ihre Ware gibt das Maß vor.
Wir helfen bei der Verpackung.
Senden Sie uns Produktmaße, Gewicht, gewünschte Stückzahl und Versandweg. Fotos der Ware und des bisherigen Packvorgangs helfen, eine passende Standardlösung zu finden oder eine individuelle Verpackung zu planen.
Dieser Ratgeber bietet allgemeine Orientierung. Die Eignung einer Verpackung hängt von konkreter Ausführung, Inhalt, Verpackungsaufbau und Transportbeanspruchung ab. Artikelangaben und Vorgaben des Versanddienstleisters beachten. Das Maßbeispiel ist eine vereinfachte, eigene Rechnung; daraus folgt keine Freigabe einer Polsterung oder Kartonage.
Fachliche Hinweise und Quellen
Hersteller- und Verbandsquellen erläutern Bauweisen und Funktionsprinzipien. Daraus folgt keine pauschale Belastbarkeit eines einzelnen Shopartikels. Die Auswahlhinweise und das Maßbeispiel sind redaktionelle Hilfen, keine Normwerte.
- Verband der Wellpappen-Industrie: Aufbau einwelliger Wellpappe.
- Verband der Wellpappen-Industrie: Aufbau und Kombinationen zweiwelliger Wellpappe.
- Verband der Wellpappen-Industrie: Dreiwellige Wellpappe.
- VDW: Erläuterung der Sortentabelle und der Festigkeitskriterien (2021). Keine Traglasttabelle.
- VDW: Wellenarten und Bauprinzip.
- FEFCO: Internationales System zur Beschreibung von Kartonkonstruktionen; Maßdefinitionen im zugehörigen Code.
- DHL: Empfehlungen für Außenverpackung, Polsterung, Verschluss und Wiederverwendung.
- VDW: Schachtelstauchwiderstand, Geometrie und Einfluss der Einsatzbedingungen auf die Stapelfähigkeit.
- VDW: Wasser und Feuchtigkeit bei der Produktion und Verwendung von Wellpappe.
- VerpackungPlus: Wellpapp-Faltkartons und Artikelbezeichnungen.
- VerpackungPlus: Stülpdeckelkartons.
- VerpackungPlus: Klappschachteln.
- VerpackungPlus: Blitzboden-Kartons und angebotene Ausstattung.
- VerpackungPlus: Flache Formate in der Kategorie Maxibriefkartons.
- VerpackungPlus: Falt- und Etuischachteln aus Vollpappe.
- VerpackungPlus: Paletten-Container; konkrete Ausführung und Lieferumfang am Artikel beachten.
- VerpackungPlus: Flaschen-Versandkartons und Einlagen.
- VerpackungPlus: Individuelle Verpackungen auf Anfrage.
Redaktion: September 2026. Produktbilder aus dem VerpackungPlus-Shop. Abbildungen zeigen Beispiele; Maße, Ausstattung, Verfügbarkeit und Lieferumfang sind artikelabhängig. Preise und feste Versandtarife sind nicht hinterlegt.








